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In Halberstadt: Orchesterwerkstatt junger Komponisten

(25.04.2013)

Vom 20. bis 23. Mai findet in Zusammenarbeit mit dem Nordharzer Städtebundtheater in Halberstadt die 24. «Orchesterwerkstatt junger Komponisten» statt. In diesem Jahr nehmen acht junge Komponisten im Alter von zwölf bis 25 Jahren teil und sechs ausgewählte Werke werden im Abschlusskonzert uraufgeführt. Den Sieger des Wettbewerbs erwarten die Wiederaufführung seines Opus' beim Festival IMPULS für Neue Musik in Sachsen-Anhalt. Die Deutsche Orchester Stiftung schreibt einen Preis in Höhe von 500 Euro aus und die Stadt Halberstadt verleiht den mit 500 Euro dotierten «Andreas-Werckmeister-Preis». Das Abschlusskonzert findet am 23. Mai um 10.30 Uhr und die öffentliche Generalprobe am 22. Mai um 19.00 Uhr statt. Weitere Infos hier. | Foto von Halberstadts St. Martini: Torsten Maue


Lecture Performance über Chiptunes

(15.04.2013)

Die Vortragsreihe «Shift – Restore – Escape» an der Berliner Humboldt-Universität rückt die Verwendungsweisen alter Computer in den Fokus: Referentinnen und Referenten aus ganz Deutschland führen vor, welches Wissen über Computer im Rahmen des sog. Retrocomputing wieder zur Zirkulation gelangt, und was mit Hilfe alter Hard- und Software über neue Computer erfahren werden kann. Für Musikinteressierte dürften vor allem der Vortrag von Nikita Braguinski: «Ästhetisches Rauschen. Die Werteökonomie der Computerklänge» am 23. April und Pater Marias Lecture Performance «Irrlicht Project – Chiptunes mit 8-Bit-Hardware» am 30. April von Interesse sein. Ausführliche Informationen findet man hier.


In Berlin: Workshop zu koreanischen Instrumenten

(04.04.2013)

Il-Ryun Chung bietet am 30. April im Kleinen Vortragssaal der UdK Berlin (Bundesallee 1-12) einen Workshop zu koreanischen Instrumenten an. Koreanische Instrumente sind immer noch weitgehend unbekannt in der westlichen Musikwelt, dabei weisen sie viele, für Komponisten neuer Musik äußerst interessante klangliche Eigenheiten auf. Durch die geradezu archaische Ursprünglichkeit und damit auch Begrenztheit im Vergleich zu den modernisierten westlichen Instrumenten bedürfen sie aber umso mehr einer profunden Kenntnis der Instrumente, um ihnen diese faszinierenden Klänge zu entlocken. Gerade weil sie im Laufe der Jahrhunderte kaum verändert wurden, sind sie teilweise die einzigen verbliebenden asiatischen Originalinstrumente, die man weder im eigentlichen Ursprungsland China noch in Japan finden kann. Eine Anmeldung ist unter gugak@kulturkorea.org möglich. | Foto: Klaus Schmidt

 


Editorenseminar «Das Autograph – Fluch und Segen»

(02.04.2013)

Vom 19. bis 21. April findet am Staatlichen Institut für Musikforschung in Berlin das IV. Editorenseminar der Fachgruppe Freie Forschungsinstitute innerhalb der Gesellschaft für Musikforschung statt. Die Tagung steht unter dem Motto «Das Autograph – Fluch und Segen. Probleme und Chancen für die musikwissenschaftliche Edition». In einer Reihe von Vorträgen soll die Bedeutung von Musikautographen aus unterschiedlicher Perspektive und in wechselndem historischen Kontext in den Blick genommen werden. Dabei werden sowohl bedeutende Autographe von Bach, Haydn, Brahms, Dvořák, Strauss, Schönberg und Berg vorgestellt und diskutiert als auch grundlegende Fragen der Beziehung von Autograph, Autorschaft und Werk erörtert. Das genaue Programm kann auf der Website des Instituts eingesehen werden www.sim.spk-berlin.de | Bild: Ausschnitt aus Josef Matthias Hauers «Melischer Entwurf zum Zwölftonspiel für fünf Violinen», © wienbibliothek


Leipziger Symposium: «Die Künste im doppelten Deutschland»

(26.03.2013)

Wann wird Kunst politisch? Welchen Einfluss haben verschiedene politische Systeme auf die Entwicklung der Kunst? Wie verhalten sich Künstler, wenn es um die Frage nach Freiheit oder Anpassung geht – sei es an politische oder an wirtschaftliche Zwänge? Das interdisziplinäre Symposium «Autonomie und Lenkung. Die Künste im doppelten Deutschland», das von der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und der Sächsischen Akademie der Künste in Kooperation mit dem Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig vom 4. bis 6. April veranstaltet wird, lenkt den Blick bewusst auf die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen der Künste in beiden Hälften Deutschlands.

Erstmals wird der Versuch unternommen, die Situation aller Künste (Literatur, Bildende Künste, Musik, Theater und Film) in einem ganz­heitlichen Zugriff kritisch zu hinterfragen. Künstler, Wissenschaftler, Zeithistoriker und Zeitzeugen werden in Einführungsreferaten und Round­table-Diskussionen diese – nach wie vor – aktuellen und brisanten Themen in einem breit gefächerten Dialog erörtern. Explitzit auf das Musikleben geht am 5. April Nina Noeske ein, wenn Sie dort zum Thema «Musik in der DDR – Musik der DDR – DDR-Musik? Perspektiven einer Musikgeschichtsschreibung jenseits des Dualismus von Macht und Freiheit» spricht. Weitere Informationen unter www.saw-leipzig.de/kuenste | Foto: Thierry Noir, 1986


Saarbrücker Ringvorlesung aus Anlass von Ligetis 90.

(18.03.2013)

Am 28. Mai jährt sich zum 90. Mal der Geburtstag eines der wichtigsten Komponisten der europäischen Avantgarde nach dem Zweiten Weltkrieg: des 2006 verstorbenen György Ligeti. Der Fachbereich II «Reflexion und Vermittlung» der Hochschule für Musik Saar widmet Ligeti und seinem Werk im Sommersemester 2013 eine öffentliche Ringvorlesung. Musiktheoretiker, Musikwissenschaftler und Komponisten der Musikhochschule, der Universität des Saarlandes sowie ein Gastredner werden an fünf Abenden im Konzertsaal der Alten Kirche St. Johann sprechen. Die Vorlesungsreihe wendet sich nicht nur an die Studierenden der saarländischen Hochschulen, vielmehr auch und vor allem an die interessierte Öffentlichkeit. Der Eintritt zu allen Vorlesungen ist frei.

29. April 2013 Prof. Manfred Dings, HfM Saar: «Ligeti 1968»

13. Mai 2013 Prof. Dr. Jörg Abbing, HfM Saar:  «Verlust der Finger – György Ligetis ambivalentes Verhältnis zum Instrument Orgel»

10. Juni 2013 Prof. Jörg Nonnweiler, HfM Saar: «KlangZeitRaum – Lux Aeterna»

24. Juni 2013 Prof. Martin Christoph Redel, Detmold: «Einflüsse Ligetischer Techniken und Klanglichkeiten auf mein Komponieren»

8. Juli 2013 Viviane Waschbüsch, Universität des Saarlandes: «Parallelen in Ligetis Instrumental -und Vokalwerk»


«Winter Edition» des Yiddish Summer Weimar

(15.03.2013)

Vom 1. bis zum 7. April findet zum siebenten Mal die «Winter Edition» des Yiddish Summer Weimar statt. Im Verlauf der vergangenen Jahre hat sie sich international als gefragter sowie wegweisender Intensivkurs für freie Musik/Improvisation etabliert und viel Beachtung gefunden. Die teilnehmenden Künstler kommen aus den Bereichen Folk und Populärmusik, vom Jazz und der klassischen Musik – sie reisen aus der ganzen Welt extra nach Weimar, viele zum wiederholten Mal. 

2013 finden parallel zwei Workshops statt: Eine Einführung in die Improvisation bzw. Stärkung der improvisatorischen Grundlagen, mit dem Schwerpunkt auf Melodie, Harmonie und Rhythmus sowie Unterricht in den zwei speziellen Improvisationsmethoden «Conducted Orchestral Improvisation» und «Spontaneous Group Composition.» Am Ende der  Winter Edition steht ein Abschlusskonzert, bei dem die Ergebnisse der Kurswoche präsentiert werden: «Soundscapes» sind am 6. April um 20 Uhr in der Musikschule Ottmar Gersterzu erleben. Weitere Infos unter www.winteredition.eu | Foto des künstlerischen Leiters Alan Bern: © Catherine Claes


Frühjahrstagung des INMM Darmstadt

(04.03.2013)
«Ins Offene? Neue Musik und Natur»" ist das Thema der Frühjahrstagung 2013 des Instituts für Neue Musik und Musikerziehung Darmstadt, die vom 3. bis 6. April stattfindet.  Die Tagung stellt dabei – auch mit Blick auf verschiedene Nachbarkünste und andere Kulturen – sehr unterschiedliche konzeptionelle Ansätze und künstlerische Formate zur Diskussion. Neben renommierten WissenschaftlerInnen und PädagogInnen sind die KomponistInnen Toshio Hosokawa, Robin Minard, Olga Neuwirth und Daniel Ott sowie der Philosoph Wolfgang Welsch als Referenten an der Tagung beteiligt. Neben einem Workshop für SchulmusikerInnen (Leitung Matthias Handschick) und einem Workshop Klangkunst (Leitung Robin Minard, Foto) findet parallel zum Tagungsgeschehen ein Interpretationskurs Neue Musik für Jugendliche und Studierende statt. Unter der fachkundigen Leitung von Wolfgang Rüdiger werden Werke aktueller neuer Musik in verschiedenen Besetzungen einstudiert und zur Aufführung gebracht. In der Musikwerkstatt für Kinder (Leitung Verena Wüsthoff) begeben sich die  Jüngeren auf Klangsuche in die Natur. Wie immer wird die Tagung durch mehrere Konzerte ergänzt, die besonders eng mit dem Tagungsthema verflochten sind. Anmeldeschluss für die Kurse und den Workshop Klangkunst ist der 15. März 2013. www.neuemusik.org

Zeitgenössisches Musiktheater für Kinder

(16.10.2012)

Das Interesse am Musiktheater für Kinder ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. Doch wie entwickelt sich das Kindermusiktheater künstlerisch weiter? Bieten «Junge Opern» und neue Spielstätten auch Raum für neue inszenatorische Ansätze? Zentrale künstlerische und inhaltliche Fragestellungen stehen daher im Mittelpunkt des 2. Symposiums zum zeitgenössischen Musiktheater für Kinder vom 22. bis 24. November 2012 am Oldenburgischen Staatstheater.

Das Symposium wird fünf Werke in den Blick nehmen: die Oldenburger Uraufführung «Sturmkind» von Hannes Dufek und Finegan Kruckemeyer, «Ente, Tod und Tulpe» von Leo Dick und Wolf Erlbruch, «Der unsichtbare Vater» von Juliane Klein und Amelie Fried (Junge Oper Stuttgart), «Eisberg nach Sizilien» von Kurt Schwertsik nach F. K. Waechter (Junge Oper Mannheim) und als internationales Gastspiel die deutsche Erstaufführung von «Goud» (Gold) von Leonard Evers und Flora Verbrugge (Niederlande). Angesprochen sind Theaterschaffende und Fachleute, aber auch alle, die daran interessiert sind, den dramaturgischen, ästhetischen und strukturellen Qualitäten des jungen Musiktheaters auf die Spur zu kommen. Darüber hinaus sollen Ideen für zukünftige Fördermodelle und kreative Arbeitszusammenhänge entwickelt werden.


Ligeti und die Mikrotonalität

(11.10.2012)

Ein Internationales Symposium im Andenken an György Ligetis Wirken in Hamburg widmet sich am 12. und 13. Oktober 2012 auf Kampnagel Hamburg dem Thema Ligeti und die Mikrotonalität. Der ungarische Komponist György Ligeti (1923-2006; Foto: Schott Music / Peter Andersen) gilt als Vater der Mikrotonalität. Als Hochschullehrer und als Komponist prägte Ligeti maßgeblich die internationale zeitgenössische Musik und wurde zum musikästhetischen Bezugspunkt einer ganzen Generation. Am ersten Tag des Symposiums wird es um eine musikwissenschaftliche Auseinandersetzung mit Mikrotonalität gehen. «Naturreine Stimmungen» treffen auf die «Bohlen-Pierce-Welt», die keine reine Oktave kennt, dafür aber eine Vielzahl ungewohnter Intervalle. Esoterische Momente werden mit mathematischen Spekulationen in Einklang gebracht und die Möglichkeiten und Grenzen des menschlichen Hörsinns ausgelotet. Thema sind sowohl Ligetis Annäherung an die fremdartigen Intervalle als auch verschiedene außereuropäische Ansätze. Exemplarisch werden einige der wichtigsten Strömungen mikrotonaler Denkweisen erörtert, womit die Bandbreite der zahlreichen Stile aufgefächert wird, die während der Klangwerktage zu hören sind.
 
Der zweite Symposiums-Tag widmet sich der Person Ligetis und seinem vielseitigen Schaffen – von Stanley Kubricks Filmmusik und der mikrotonalen Verschwörung über den Einfluss der Poesie des ungarischen Dichters Sándor Weöres bis zu Malerei, Politik und Chaos-Theorie. Zu Gast ist u. a. der Ligeti-Biograf Paul Griffiths.


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