Gerhard Mantel gestorben

Schott Music trauert um seinen Autor, den Cellisten und Musikpädagogen Prof. Gerhard Mantel, der am 13. Juni 2012 in Frankfurt gestorben ist. Er wurde am 31.12.1930 in Karlsruhe geboren und studierte Violoncello bei Professor August Eichhorn in Heidelberg. Später setzte er seine Studien in Paris bei Pierre Fournier, Paul Tortelier und André Navarra sowie bei Pablo Casals und Maurice Gendron fort.

Bereits mit 21 Jahren wurde er Solocellist in Bergen (Norwegen) und zwei Jahre später Solocellist beim WDR Sinfonieorchester Köln. Anschließend unterrichtete er Violoncello an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt und erteilte Meisterkurse im In- und Ausland. Er war Ehrenpräsident der Deutschen Sektion der ESTA (European String Teachers' Association). 1994 gründete er das Forschungsinstitut für Instrumental- und Gesangspädagogik e.V.

Mantel war nicht nur ein renommierter Interpret und Pädagoge, er setzte sich auch intensiv mit dem theoretischen Hintergrund des Cellospiels und des Unterrichtens auseinander. Er schrieb mehrere wegweisende Bücher zur Didaktik und Theorie des Übens sowie zu Themen wie Intonation, Interpretation oder Lampenfieber. Außerdem verfasste er eine dreibändige Violoncelloschule und war ständiger Mitarbeiter unserer Zeitschrift Üben & Musizieren.

Zu seinen Publikationen zählen Cello üben (1987), Einfach üben – 185 unübliche Überezepte für Instrumentalisten (2000), Mut zum Lampenfieber (2003), Intonation – Spielräume für Streicher ( 2005), Interpretation – Vom Text zum Klang (2007) sowie die drei Bände des übepraktischen Werks Etüden üben (2011/12).

(20.06.2012)




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