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Berlin: Ultraschall-Festival

(01/20/2015)
Mit zwölf Uraufführungen und 14 Deutschen Erstaufführungen geht das Berliner Festival Ultraschall vom 21. bis 25. Januar in seine 17. Saison. Mit einem Komponistenporträt widmet Ultraschall dem Schweizer DAAD-Stipendiaten Michael Pelzel einen Schwerpunkt. Die Uraufführung seines Gesamtwerks « ... chatoiements de l'air ...» mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin eröffnet den fünftägigen Veranstaltungsreigen.
 
Einen anderen dramaturgischen Ansatz verfolgt der Abend des ensemble recherche in der Heilig-Kreuz-Kirche: Ausgehend von Henry Purcells über 300 Jahre alter Arie «Here the deities approve» spannt das Ensemble gemeinsam mit dem Countertenor Daniel Gloger (Foto) einen Bogen mit 16 Kompositionen, die alle im Jahr 2014 entstanden sind oder noch entstehen, darunter auch Werke der in Berlin lebenden Komponisten Sarah Nemtsov, Iris ter Schiphorst und Sergej Newski.
 
Einen dritten Schwerpunkt bildet ein Helmut Lachenmann gewidmeter Tag: Vier Konzerte geben nicht nur einen tiefen Einblick in das Werk des Komponisten, sondern kombinieren seine Stücke unter anderem mit Kompositionen von Isabel Mundry, Enno Poppe und der Uraufführung von Vito Žurajs «Chrysanthemum».
 
Das gesamte Programm findet sich hier.

Hamburg: «rausch» in der Laeiszhalle

(01/20/2015)
Im ersten Resonanzen-Konzert des Jahres lädt das Ensemble Resonanz zusammen mit Peter Rundel (Leitung) und Peter Veale (Oboe) zu einem Programm zwischen Rausch, Genie und Wahnsinn. Am Dienstag, den 27. Januar, um 20 Uhr widmen sich die Musiker Werken von Hugo Wolf, Robert Schumann, Carlo Gesualdo und Brian Ferneyhough. 

Der Topos von Kunst, Genie und Wahnsinn hält sich von Aristoteles bis heute lebendig. C.P.E. Bach wurde schon zu Lebzeiten zum Genie verklärt, Robert Schumann schöpfte seine kreative Energie wohl auch aus seiner Hypomanie. Hugo Wolf kreist mit seinem Streichquartett «Entbehren sollst Du, sollst entbehren» um den faustischen Zwiespalt von Hingabe und Entbehrung, Brian Ferneyhoughs «Allgebrah» für Oboe und Streicher wiederum bezieht sich auf den Künstler Adolf Wölfli, der sein komplettes Werk in einer Nervenheilanstalt schuf. Ein Konzert im Seelenrausch!
 
Weitere Infos finden sich hier.

Kunstpreis Berlin an Marena Whitcher und Rafael Nassif

(01/19/2015)
Die Akademie der Künste Berlin vergibt am 18. März erneut die Kunstpreise Berlin Jubiläumsstiftung 1848/1948. Während der mit 15.000 Euro dotierte «Große Kunstpreis» an den Autor Sherko Fatah geht, geht der mit 5.000 Euro dotierte «kleine» Kunstpreis Berlin in der Sparte Musik gleich an zwei unterschiedliche Musikerpersönlichkeiten: an die Komponistin Marena Whitcher aus der Schweiz (Foto) für ihre zwischen Jazz und Pop stehenden Arbeiten und an Rafael Nassif aus Brasilien für seine raumumfassende Klangkunst. Der Kunstpreis Berlin wurde 1948 in Erinnerung an die März-Revolution von 1848 von dem Berliner Senat gestiftet. Seit 1971 wird er von der Akademie der Künste im Auftrag des Landes verliehen. Preisträger des Großen Kunstpreises war im letzten Jahr Mathias Spahlinger.
 
Mehr zu Marena Whitcher findet man hier, mehr zu Rafael Nassif dort.

Paolo Inverni in Berlin

(01/16/2015)
Die Berliner Galerie Mario Mazzoli präsentiert vom 17. Januar bis 14. März die zweite Einzelausstellung von Paolo Inverni: «Eclissi» [Eclipse] ist das Ergebnis einer Kollision zwi­schen zwei verschiedenen narrativen Kernen in Form einer Ausstellung: Der erste zeigt sich im Gesang von Invernis Groß­mutter mütterlicher­seits in einer kleinen, inzwischen verlassenen Kirche, die in vergangener Zeit Treffpunkt für die örtliche Gemeinschaft nahe Savigliano im Piemont war. Bei dem zweiten handelt es sich um eine Reflexion über die gesell­schaft­liche Instabilität, vorangetrieben von der rezessiven Implosion, welche seit der Auslösung der Subprime-Krise im Jahr 2007 zunächst die USA erfasst hat und sich dann in der ganzen Welt ausgebreitet hat.
 
Weitere Infos hier.

Mauricio-Kagel-Preis geht an Rebecca Saunders

(01/16/2015)

Der Mauricio Kagel Musikpreis geht in diesem Jahr an Rebecca Saunders. Für die Jury ist die britische Komponistin «eine Magierin der Musik, sinnlich wie die Farbe Rot, die sich durch etliche ihrer Kompositionen zieht, als ob sie Zeit und Raum neu definieren könnte mit ihrer Musik. Und damit verstört sie, aber immer überraschend und immer neu, unsere Sicht auf eine komplexe Welt.»

Die Preisverleihung findet am 10. Mai in Köln im Rahmen des Festivals Acht Brücken statt. Die Kunststiftung NRW vergibt den mit 50.000 Euro dotierten Preis alle zwei Jahre an Musikerinnen und Musiker, die im Sinne des großen deutsch-argentinischen Komponisten Mauricio Kagel interdisziplinär arbeiten, nach neuen künstlerischen Ausdrucksformen suchen und neue Aspekte der Rezeption von Musik ausloten. Erster Preisträger war 2011 Georges Aperghis, 2013 folgte Michel van der Aa.

 


IX. Weimarer Tagung «Musiktheorie und Hörerziehung»

(01/15/2015)
Im Fachbereich «Musiktheorie und Hörerziehung» geht es oft um die Qualitäten eines Werkes: Diese werden aufgeschlüsselt und differenziert dargestellt. Nicht immer aber zeichnen sich erfolgreiche Stücke durch hohe Qualität aus – und nicht immer erleben qualitativ hochwertige Werke großen Erfolg. Qualität und Erfolg bilden also ein natürliches Spannungsfeld, in dem sich die IX. Weimarer Tagung «Musiktheorie und Hörerziehung» vom 6. bis 8. März im Saal «Am Palais» der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar bewegen wird. 

«Wir untersuchen Meisterwerke, die ins häufig gespielte Repertoire gelangt sind, und Komponisten, die berühmt wurden», erläutert der Weimarer Musiktheorie-Professor Jörn Arnecke. „«Wir beleuchten aber auch Komponisten, deren Qualität mutmaßlich höher ist als ihre Bekanntheit und solche, deren Rezeption zu Lebzeiten anders ausfiel als heute. Und wir fragen nach Erfolgsstrategien in der U-Musik und in der Filmmusik.» Ein besonderer Höhepunkt der Tagung wird die Verknüpfung von Analyse und Interpretation sein, die Peter Gülke – Siemens-Preisträger und Ehrensenator der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar – in einem Workshop demonstrieren wird.

Anmeldeschluss ist der 15. Februar 2015. Nähere Informationen und Anmeldung: Tel. 03643 – 555 186

Oliver Wille leitet ab 2016 die Sommerlichen Musiktage Hitzacker

(01/15/2015)
2016 geht Deutschlands ältestes Kammermusikfestival mit einem neuen künstlerischen Leiter an den Start: Oliver Wille, Violinist, Kammermusiker (u. a. Gründer des Kuss-Quartetts) und Professor für Streicher­kammermusik an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, wird neuer Intendant. Seine Wahl als Nachfolger von Carolin Widmann wurde gestern vom Trägerverein des Festivals bekannt gegeben. Vor dem Hintergrund ihrer internationalen Solistenkarriere und mit Rücksicht auf ihre junge Familie wird Carolin Widmann ihre Tätigkeit für die «Sommerlichen» nach dem Festival 2015 beenden. Es findet vom 25. Juli bis 2. August letztmalig unter ihrer künstlerischen Leitung statt.

Oliver Wille wurde 1975 in Berlin geboren und begann mit 5 Jahren Geige zu spielen. Ausgebildet wurde er u. a. an den Musikhochschulen Berlin und Köln, der Indiana University Bloomington sowie dem New England Conservatory Boston. Zu seinen Lehrern gehörten Eberhard Feltz, Christoph Poppen, Mauricio Fuks und Ulf Wallin sowie Walter Levin und Mitglieder des Alban Berg und Cleveland Quartetts. Mehr Informationen zur Festivalausgabe 2015, die unter dem Motto «Opus 70 – Das Fest!» generell dem 70. Jubiläum gewidmet ist, gibt es ab 2. März hier.


Deutscher Musikmarkt erneut mit leichtem Wachstum

(01/15/2015)
Der deutsche Musikmarkt ist weiterhin erfreulich stabil: Ersten Hochrechnungen zufolge legten die Umsätze 2014 zum zweiten Mal in Folge leicht zu. Dies gaben Bundesverband Musikindustrie (BVMI) und GfK Entertainment heute bekannt. Demnach erzielte die Branche mit den Verkäufen von CDs, Vinyl, Downloads und den Erlösen aus dem Musikstreaming im vergangenen Jahr insgesamt rund 1,48 Milliarden Euro, das sind etwa 1,8 Prozent mehr als 2013.

Erneut bestätigte das Jahr 2014 eine Besonderheit des deutschen Marktes: Während in fast allen anderen Ländern der Welt das physische Geschäft binnen weniger Jahre rasant abgenommen hat, sorgten CDs und Schallplatten hierzulande im vergangenen Jahr noch immer für rund 75 Prozent der Umsätze. Der Rückgang physischer Tonträger konnte gegenüber dem Vorjahr sogar etwas gebremst werden: Betrug er 2013 zwei Prozent, werden es 2014 nach derzeitiger Einschätzung nur rund ein Prozent sein. Daneben ist das digitale Geschäft um gut zwölf Prozent gewachsen. Für diese Entwicklung ist vor allem das Musikstreaming verantwortlich, das sich zunehmender Beliebtheit erfreut.


Prix Ars Electronica 2015 gestartet

(01/14/2015)
Heute startet der Prix Ars Electronica 2015, die Einreichfrist läuft bis einschließlich 6. März. Ausgeschrieben werden diesmal die Wettbewerbskategorien Computer Animation / Film / VFX, [the next idea] voestalpine Art and Technology Grant, Hybrid Art, Digital Musics & Sound Art und u19 – CREATE YOUR WORLD. Darüber hinaus entscheiden alle bisherigen GewinnerInnen einer Goldenen Nica im Rahmen eines Online-Votings darüber, welche Künstlerpersönlichkeit als «Visionary Pioneer of Media Arts» ausgezeichnet werden soll.
 
Auch 2015 winken den GewinnerInnen neben den begehrten Goldenen Nicas bzw. dem Grant der voestalpine wieder Preisgelder in der Höhe von bis zu 10.000 Euro je Kategorie und ein prominenter Auftritt beim Ars Electronica Festival in Linz. Durch seine Kontinuität, seine internationale Reichweite, die mehreren Tausend Einreichungen jedes Jahr und nicht zuletzt die hohe Expertise seiner Jury, zählt der Prix Ars Electronica zu den wichtigsten Medienkunstwettbewerben weltweit.

Einreichungen sind ab sofort unter http://www.aec.at/prix willkommen.


Marijn Simons Musiktheater «Emilia Galotti» in Koblenz

(01/14/2015)
Erstaunlich ist es schon, dass bislang noch niemand Lessings «Emilia Galotti» für das Musiktheater entdeckt hat. Nun hat der 32-jährige niederländische Komponist und Dirigent Marijn Simons die Gelegenheit erkannt und ist das Wagnis eingegangen. Simons schuf als Auftragswerk für das Theater Koblenz aus dem Lessing’schen Trauerspiel eine Oper in einem Akt. Dazu hat er die Handlungsebenen weiter verdichtet und durch die Musik die ungeheure Dynamik und Intensität der Vorlage sinnlich erlebbar gemacht.
 
Die Regie lag bei Elmar Goerden, welcher u. a. bereits als Intendant in Bochum und Oberspielleiter des Münchener Residenztheaters tätig war. «Emilia Galotti» hat er als zeitloses intensives Kammerspiel mit mehreren Ebenen und viel szenischer Abstraktion angelegt. Letzte Möglichkeiten, das Werk in Deutschland zu erleben, bieten die verbleibenden Vorstellungen am Theater Koblenz am 17. Januar sowie am 9. Februar jeweils um 19.30 Uhr.
 
Weitere Infos hier.

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