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Ich schweige nicht

(07/24/2014)
Auf der schwarzen Liste der DDR stand er ganz oben und musste als Dissident das Land verlassen: Jürgen Fuchs. 48 Jahre alt war der Schriftsteller, als er 1999 an Blutkrebs starb. Fuchs mutmaßte, dass er während der Stasi-Verhöre, denen er in den 1970er Jahren neun Monate lang ausgesetzt war, radioaktiv verstrahlt wurde.
 
Anlässlich von 25 Jahren Friedliche Revolution / Mauerfall und Deutsche Einheit komponierte H. Johannes Wallmann einen «Jürgen-Fuchs-Zyklus ICH-SCHWEIGE-NICHT», der von Oktober 2014 bis Oktober 2015 aufgeführt werden soll. In das Werk sind Texte von Jürgen Fuchs bis Edward Snowden sowie Foto-Projektionen von Harald Hauswald einbezogen. Den Auftakt macht das Konzert am 3. Oktober 2014 in der Gethsemane-Kirche Berlin. Mehr unter www.integralart.de

 

«Next Generation» bei den Donaueschinger Musiktagen

(07/08/2014)
An Studierende europäischer Musikhochschulen richtet sich das sechs­tägige Off-Programm «Next Generation» der Donaueschinger Musiktage vom 15. bis 20. Oktober 2014. 150 Workshop-Plätze sind zu vergeben. Im Zentrum des diesjährigen Festivals stehen Komponisten, die sich über ihr musikalisches Tun hinaus auch in anderen Metiers äußern und von den Wechselbeziehungen der Disziplinen profitieren. Auf diesen Aspekt konzentriert sich «Next Generation».
 
Das Off-Programm für Studierende umfasst u. a. Werkstattgespräche und Diskussionsrunden mit Festivalkomponisten, Seminare mit Johannes Kreidler, Michael Harenberg, Cathy van Eck, Daniel Weissberg und Barbara Balba Weber, Off-Konzerte mit Werken von Studierenden, den Besuch der Live-Sendung von BR-Klassik und hr2-kultur «Aus einer Hand. Die Komponisten, ihre Musik und ihre anderen Künste», Open Spaces zu den Festivalthemen, den Besuch sämtlicher Festivalkonzerte und einer Generalprobe des SWR-Sinfonieorchesters sowie schließlich das Abschlussforum mit Festivalleiter Armin Köhler. Anmeldung bis spätestens 16. August 2014. Mehr unter www.swr.de/swr2/donaueschingen

Werkstattgespräch mit Jagoda Szmytka

(07/17/2014)
Die 1982 in Polen geborene Komponistin Jagoda Szmytka stellt am 24. Juli 2014 im Archiv Frau und Musik, Frankfurt am Main, ihren künstlerischen Schaffensprozess anhand einer Auswahl von Werken vor.
 
Im Gespräch mit  Bettina Berger vom Ensemble Interface wird es um die Zusammenarbeit der Künstlerin mit den Interpreten ihres neuen Werkes «Limbo Lander» gehen. Die audio-visuelle Performance ist eine Produktion des Internationalen Musikinstituts Darmstadt (IMD) in Koproduktion mit dem Festival Wien Modern im Rahmen der 47. Internationalen Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt. Premiere wird am 3. August 2014 im Frankfurt LAB sein. Mehr unter www.archiv-frau-musik.de

 


Musik 21 Festival feiert «Land-Art» im niedersächsischen Neuenkirchen

(07/14/2014)
Das zum siebten Mal stattfindende «Musik 21 Festival» bringt am 18. und 19. Juli auf dem Springhornhof im niedersächsischen Neuenkirchen landesweite Partnerakteure, herausragende Nachwuchsaktivitäten und internationale Gäste zusammen, um in Open-Air-Konzerten (darunter ein Nachtkonzert am Stichter See), geführten Rundgängen und einem musikalischen Spaziergang dem diesjährigen programmatischen Thema «Land-Art» nachzuspüren. 

«Land-Art» und Musik? Zwar hat sich der Begriff in den 1960er/70er Jahren zunächst in der Bildenden Kunst etabliert, aber seit den 90er Jahren experimentieren verstärkt Musiker im Bereich der «Land-Art»: klingende Kanus oder Fesselballons, tönende Waldränder, Wiesen und Berghänge sowie musikalisierte Wegstrecken und in Echtzeit übertragene Naturgeräusche sind nichts Außergewöhnliches mehr.

Am kommenden Wochenende soll die unmittelbare Erfahrung der Berührung von Landschaft, Natur und Kunst im Mittelpunkt stehen. Dafür haben die künstlerischen Leiter Stephan Meier und Bettina von Dziembowski u. a. die Ensembles Schwerpunkt (Foto), Laboratorium und S eingeladen, außerdem den Kontrabassisten John Eckhardt, den Cellisten Willem Schulz sowie den Schlagzeuger und Komponisten Matthias Kaul. Erklingen werden Uraufführungen von Patrick Witte, Ole Hübner, Markus Aydintan, Natalja Pschenitschnikowa und Stephan Meier.

Das detaillierte Programm zum Festival gibt's hier.


Parkmusik Neue Ho(e)rizonte 2014

(07/11/2014)
Die Sängerin und Musikkünstlerin Sigune von Osten eröffnet am 23. und 24. August auf dem Trombacher Hof bei Bad Kreuznach «Neue Ho(e)rizonte»: ein Gesamtkunstwerk, wo die Natur Szene, Bühne und Zuschauerraum zugleich ist. Geleitet von Butoh-Tänzern, wandert man von Ort zu Ort und erlebt Ur- und Erstaufführungen, Musik auf Klangsteinen und traditionelle Instrumente aus Vietnam – und das alles in Verbindung mit dem Säuseln des Windes, dem Summen der Insekten, dem Plätschern des Trombachs und dem zarten Duft von Blumen und Gräsern. Skulpturen von Ursula Reindell fesseln das Auge.

Musikalisch im Zentrum stehen dieses Jahr das Ensemble «Black Pencil» aus Amsterdam mit szenischer Musik von niederländischen Komponisten im Stile der Commedia dell'arte und das junge SonARTrio mit Werken junger, vom Deutschen Musikrat ausgezeichneter Komponisten, die im Publikumsgespräch der Frage «Komponieren heute?» nachgehen. Ein Wildkräuterspezialist (Foto) zeigt, was alles rund um den Trombacher Hof wächst, was man daraus macht und wie es schmeckt. Am kühleren Abend und bei feuchtem Wetter öffnet die 600 Jahre alte ehemalige Klosterkapelle ihr großes Tor und man hört im Kerzenschein die Musiker auf dem magischen Bühnenfels.

Weitere Informationen gibt es hier.


Ursula Mamlok. Movements

(07/09/2014)
Für Ursula Mamlok, geboren 1923 in Berlin, liegt in der Musik nicht nur der Sinn ihres Lebens. Das Komponieren gab ihr Halt, als die Welt um sie herum zusammenbrach. 1939 schaffte sie es gerade noch mit ihrer Familie aus Deutschland zu emigrieren. Am Ende landete die 17-Jährige allein in New York ohne Geld und ohne Sprache. Und sie blieb, fast 66 Jahre. Geprägt durch die wichtigsten europäischen Exilmusiker emanzipierte sie sich in der amerikanischen Avantgarde und fand so zur Neuen Musik. Sie feierte Erfolge, wurde vielfach ausgezeichnet und unterrichtete fast 40 Jahre Komposition an der renommierten Manhattan School of Music. 2006 kehrte Ursula Mamlok in ihre Geburtsstadt Berlin zurück.

Die Filmemacherin Anne Berrini geht in ihrem dokumentarischen Porträt Ursula Mamlok. Movements (Dauer: 80 min.) einfühlsam der Musik in Ursula Mamloks Leben nach. Sie beobachtet die Komponistin in Deutschland bei ihrer Arbeit und begleitet sie bis nach New York, wo Ursula Mamlok neben den Vorbereitungen zum Saison-Abschluss-Konzert der League of Composers vor allem alte Freunde wiedertrifft und die New Yorker Vergangenheit noch einmal aufleben lässt. Am 5. Juni 2014 startete der Film in den Kinos.

pyramidale #13: DURST

(07/09/2014)
Unter dem Titel DURST findet die diesjährige pyramidale #13 – Festival für Neue Musik und interdisziplinäre Kunstaktionen –  statt. Das seit 2002 in Berlin Marzahn-Hellersdorf ansässige Festival präsentiert am 20. und 21. September 2014 zeitgenössische Musik und experimentelle Performances mit Berliner und Schweizer Künstlern.
 
Die TRAMOPHONIE, eine Musikperformance in der Straßenbahn, eröffnet das Festival mit improvisierter Musik von Thomas Noll (Orgelpfeifen-Installation) und Biliana Voutchkova (Violine). Das Hauptkonzert des Abends im Ausstellungszentrum Pyramide verbindet Musik und Literatur in einer Konzertperformance. Eigens für diesen Anlass hat die renommierte Autorin Kathrin Schmidt einen neuen Gedichtzyklus geschrieben. Am zweiten Tag des Festivals erwartet das Publikum in der Alten Börse Marzahn ein vielfältiges Programm mit einem Jugendprojekt, einem Wandelkonzert mit den Schweizer Performancekünstlern des Trio Welti/Stahel/Bachmann und dem Duo Noëlle-Anne Darbellay (Violine) und Samuel Stoll (Horn) sowie ein Schlagzeug-Konzert mit dem Ensemble percusemble BERLIN. Mehr Infos gibt es hier.

Kulturwerte – die kulturelle Seite der Kreativwirtschaft

(07/09/2014)
In der Diskussion wird die Kultur- und Kreativwirtschaft nahezu ausschließlich unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten diskutiert und Maßnahmen aus der Wirtschaftsförderung entwickelt. Der kulturellen Seite mit ihren spezifischen Produktionslogiken, kulturellen Eigenwerten, Qualitäten und sinnstiftenden Tätigkeiten wird dabei kaum Beachtung geschenkt.
 
Die Tagung Kulturwerte – die kulturelle Seite der Kreativwirtschaft vom 12. bis 14. September 2014 in der Evangelische Akademie Tutzing will die Diskussion zur Kreativwirtschaft um die kulturelle Ebene erweitern und Fragen nachgehen wie: Welche kulturelle Bedeutung hat die Kreativwirtschaft? Welchen Nutzen kann sie für Gesellschaft entfalten? Und welche politischen Weichenstellungen wären sinnvoll? Es geht um künstlerisches Selbstverständnis und unternehmerisches Know-How, politische Verantwortung und neue Praktiken, Mindeststandards und nächste Schritte in die Kulturgesellschaft.

Die Vielfalt des zeitgenössischen Tanzes

(07/08/2014)
Europas größtes Tanz- und Performancefestival ImPulsTanz lässt vom 17. Juli bis 17. August 2014 den zeitgenös­sischen Tanz von den Bühnen Wiens sprudeln. Ismael Ivo und seine Grupo Biblioteca Do Corpo sowie Lloyd Newson mit dem DV8 Physical Theatre aus London werden mit je einer Uraufführung nach Wien kommen. Außerdem zu erwarten sind Stücke der aus New Orleans stammenden Choreografin Meg Stuart wie auch von Südafrikas «Rising Star» Dada Masilo, der im Township Soweto geborenen Tänzerin und Choreografin.
 
Die österreichische Tanzszene präsentiert sich u. a. mit einer Weltpremiere des renommierten Choreografen Chris Haring und seiner Company Liquid Loft. Die aus Chile stammende Choreografin Amanda Piña und der Schweizer bildende Künstler Daniel Zimmermann (nadaproductions) präsentieren «WAR – Ein Kriegstanz», dessen choreografisches Ausgangsmaterial polynesische Tanzformen sind. Des Weiteren sind mit enfant terrible Florentina Holzinger und der eher minimalistisch agierenden An Kaler (im Bild: An Kaler, «Contingencies») weitere starke ProtagonistInnen der österreichischen Szene vertreten. Über das Performanceprogramm hinaus lädt ImPulsTanz zu annähernd 200 Workshops mit internationalen Tanzgrößen. Mehr unter www.impulstanz.com

47. Internationale Ferienkurse: «Performing Matters»

(07/08/2014)
Die 47. Internationalen Ferienkurse für Neue Musik in Darmstadt  finden vom 2. bis 16. August 214 statt. Eröffnet werden sie mit Karlheinz Stockhausens epochaler Raummusikkomposition «Carré» für vier Orchester, vier Chöre und vier Dirigenten von 1959/60.
 
Der Auftakt unterstreicht das diesjährige Festivalthema «Performing Matters»: es geht um neue Hör-Situationen, darum, die Zuhörer in direkte Beziehung zu ihrer klanglichen und räumlichen Umgebung zu setzen und so die performativen Grundvoraussetzungen für die Musik unserer Zeit zu ergründen. Davon kann man sich in den zwei Festivalwochen in mehr als dreißig Konzerten, Performances, semi-szenischen Musiktheateraufführungen und experimentellen Interventionen überzeugen. Mehr unter www.internationales-musikinstitut.de

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