Acht Jahre ließen sich die Herren Bill Sheehan, John Novello und Dennis Chambers für ihr neues Album Zeit, doch das Warten hat sich gelohnt. Wie schrieb einst All About Jazz (zum Album "Organik"): "...for those who like it in-your-face, unrepentant, and hyper-kinetic, Niacin is just the ticket." So ist es.
Der junge Pianist Kai Schumacher hat sich in ein fantastisches Abenteuer gestürzt: er transkribierte die Megahits der heimlichen Heroen seiner Jugend – Rage Against the Machine, Slayer, Megadeth, Nirvana, The Prodigy u.a. – und schrieb Variationen dazu.
Wenn Markus Stockhausen komponiert, kreiert er einen vieldimensionalen Kosmos aus Klängen. Das gelingt ihm selbst bei Kompositionen für kleine Ensembles – aber wenn er dies wie hier für ein großes Orchester tut, dann steht ihm eine schier unerschöpfliche Palette zur Verfügung.
Oregon mit symphonischer Begleitung: ein rauschendes Fest für die Sinne. Endlich ist die Doppel-CD mit den Pionieren des Wohlklangs wieder aufgelegt worden.
7 lange Jahre hat es gedauert, nun ist ein Meilenstein des Ethno-Jazz-Crossover endlich wieder aufgelegt worden. "Heavy Cairo Traffic": eine faszinierende Reverenz an die ägyptische Volksmusik. Und zugleich ein Reflex des Trios Koch-Schütz-Studer auf musikalische und aussermusikalische Eindrücke Kairos.
Riessler selbst beschreibt seinen musikalischen Ansatz so: "Ich könnte mich nie hinsetzen und einfach nur ein Stück schreiben. Um überhaupt meine eigene kompositorische Sprache zu finden, brauche ich eine völlig abseitige Grammatik. Ich will Unbekanntes hören, etwas aus der Luft greifen und zusammenfügen, und mich dabei immer wieder selbst überraschen". Mit dem Album "Big Circle" hat er es geschafft, nicht nur sich selbst, sondern auch uns positiv zu überraschen.
Wenn Sorgfalt und Muße auf Leidenschaft und Können treffen, kann in der Kunst Großes entstehen. Bei "Toka Incognita" sind alle Zutaten für ein großartiges Album vereint worden.
"Die Musik dieser Scheibe ist pur und deshalb ein Wohlgenuss. Keine Note zuviel und keine zu wenig. Man kann bei einigen Stücken wegträumen, andere lassen eine Kraft spüren, der man nicht entkommt, die den Puls geradezu zum Jagen bringt." (Vincent Klink, Sternekoch und Verfasser der liner notes)
Endlich wieder eine CD von Ibrahim mit seiner Band Ekaya
Der Begriff Legende wird in unseren prosaischen Zeiten nur allzu inflationär gebraucht. Auf den südafrikanischen Jazzpianisten Abdullah Ibrahim trifft er jedoch in jeder Hinsicht zu. Denn der Hüne, dessen Blick auch mit Mitte siebzig noch nichts von seiner adlerhaften Schärfe verloren hat, erzählt nicht nur Geschichten mit seiner Musik, er verkörpert lebendige Geschichte. Abdullah Ibrahim verströmt eine Aura von unangreifbarer Ewigkeit.
Ekaya 2010 ist sparsamer und minimalistischer als frühere Ausgaben der Band. Der Kampf ist vorüber, es gilt die Erinnerung zu wahren und etwas Neues daraus zu machen. Geblieben ist die überbordende Poesie der Songs, die jedoch in einen neuen historischen Kontext versetzt wird.
Sie war Bassistin, Live-Elektronikerin, Komponistin und gehörte zu den weltweit renommierten Theremin-Spielern. Mit großem Bedauern haben wir die Nachricht vom Tode der außergewöhnlichen Künstlerin Barbara Buchholz erhalten.
Die CD "Senzo“ ist mit dem Vierteljahrespreis der deutschen Schallplattenkritik in der Kategorie Jazz als herausragende Produktion ausgezeichnet worden.