Johann Strauß (Sohn)

* 25. Oktober 1825
† 3. Juni 1899
Herkunftsland: Österreich

In Kürze:

Kaiserwalzer
Dirigent: Shao-Chia Lü
18. Juni 2013 | National Concert Hall - Taipei - Taiwan

Kaiserwalzer
10. Juli 2013 | Michaelskirche - Meiringen - Schweiz

Weitere Informationen:
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Profil

Johann Strauß (Sohn), österreichischer Komponist, ließ sich heimlich zum Musiker ausbilden und gründete 1844 eine Tanzkapelle, die er nach dem Tod seines Vaters mit dessen Orchester vereinigte. Unter dem Beinamen »Walzerkönig« galt er auf vielen Konzertreisen bis in die USA als Repräsentant einer spezifisch wienerischen Lebenshaltung und Musikkultur. 186370 leitete er als Hofballmusikdirektor die Wiener Hofbälle. Angesichts der Wiener Erfolge Jacques Offenbachs wandte sich Strauß ab 1871 der Operette zu und schuf mit »Die Fledermaus« (1874) und »Der Zigeunerbaron« (1885) Meisterwerke der Gattung. In seinen über 170 Walzern verbinden sich volkstümliche Erfindung und sinnfällige Gestik mit kunstvoller Anlage und Satztechnik. Innerhalb einer Standardform (Introduktion, fünfteilige Walzerkette, Koda) werden Melodik und Rhythmik geschmeidig und differenziert behandelt und durch eine gekonnte Instrumentation unterstützt. Seine Polkas, Quadrillen, Galopps und Märsche sind ebenfalls sehr populär.
Werke:
Walzer: Sinngedichte (1844); Dorfgeschichten (um 1848); Liebeslieder (1852); Sirenen (1855); Hofballtänze (1865); An der schönen blauen Donau (1867); Künstlerleben (1867); Geschichten aus dem Wienerwald (1868); Wein, Weib und Gesang (1869); Wiener Blut (1873); Rosen aus dem Süden (1880); Frühlingsstimmen (um 1882); Kaiserwalzer (1888).
Operetten: Cagliostro in Wien (1875); Prinz Methusalem (1877); Blindekuh (1878); Der lustige Krieg (1881); Eine Nacht in Venedig (1883); Fürstin Ninetta (1893); Waldmeister (1895); Wiener Blut (nach Melodien von Strauß eingerichtet von Adolf Müller jr., 1899).