Toshio Hosokawa

Toshio Hosokawa

* 23. Oktober 1955
Herkunftsland: Japan

In Kürze:

Spell
5. September 2010 | ALTI - Kyoto - Japan

Lied III
6. September 2010 | Furusato Gallery Bunkan “Raku” - Fukui - Japan

Profil

Toshio Hosokawa wurde am 23.10.1955 in Hiroshima geboren. Nach ersten Studien in Tokyo kam er 1976 nach Berlin, um an der Hochschule der Künste bei Isang Yun Komposition zu studieren. Von 1983 bis 1986 setzte er seine Studien an der Hochschule für Musik in Freiburg bei Klaus Huber fort.

Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise wie den Irino Preis für Junge Komponisten (1982), den ersten Preis des Kompositionswettbewerbs anlässlich des 100. Geburtstages des Berliner Philharmonischen Orchesters (1982), den Arion Musikpreis (1984), den Kompositionspreis der jungen Generation in Europa (1985), den Kyoto Musikpreis (1988) und 1998 den Rheingau Musikpreis sowie den Duisburger Musikpreis. 2001 wurde Hosokawa zum Mitglied der Akademie der Künste Berlin ernannt.

Zu fast allen wichtigen Festivals zeitgenössischer Musik wird Hosokawa als Gast-Komponist oder Dozent eingeladen. Von 1989 bis 1998 organisierte er als Künstlerischer Direktor das jährlich stattfindende Akiyoshidai International Contemporary Music Seminar und Festival. Seine Musik stand im Mittelpunkt bei: La Biennale di Venezia (1995, 2001), Internationale Sommerakademie der Hochschule "Mozarteum" Salzburg (1998), Internationale Musikfestwochen Luzern (2000), musica viva München (2001), Klangspuren in Schwaz (2002), Musica nova Helsinki (2003), Centre Acanthes in Villeneuve-lez-Avignon (2003) und Warschauer Herbst (2005, 2008). Bei der Münchener Biennale 1998 wurde seine erste Oper Vision of Lear uraufgeführt. Hanjo, seine zweite Oper, wurde 2004 beim Festival Aix-en-Provence uraufgeführt und stieß auf so großen Anklang, dass bis 2005 bereits zahlreiche Produktionen in mehreren Ländern stattgefunden haben.

Circulating Ocean, ein Orchesterwerk, das Hosokawa für die Salzburger Festspiele 2005 komponiert hat, brachte dem Festival unter der Leitung von Valery Gergiev eine ganz besondere Note. Es wurde im August 2006 bei den BBC Proms als Britische Erstaufführung gespielt und erhielt noch im gleichen Jahr seine Deutsche Erstaufführung an der Berliner Philharmonie. Das Klavierkonzert Lotus under the moonlight, ein Auftrag des NDR anlässlich des Mozartjahres 2006 wurde in einem Abonnementkonzert vom NDR Sinfonieorchester unter Jun Märkl mit der Pianistin Momo Kodama uraufgeführt. Seine Japanische Erstaufführung beim Mito Chamber Orchestra wurde von Seiji Ozawa geleitet. Im Januar 2007 fand in Berlin die Deutsche Erstaufführung mit Kent Nagano und dem DSO statt.

Seit 2001 ist Hosokawa musikalischer Leiter des Takefu International Music Festival. In der Spielzeit 2006/2007 war er Composer-in-Residence beim Deutschen Symphonie Orchester Berlin und in den Jahren 2006-2008 beim WDR Rundfunkchor Köln. Seit 2004 ist er ständiger Gastprofessor am Tokyo College of Music. In den Jahren 2006/2007 sowie 2008/2009 war er Stipendiat des Wissenschaftskollegs zu Berlin.

Hosokawas Kompositionen umfassen Orchesterwerke, Solokonzerte, Kammermusikwerke, Musik für traditionelle japanische Instrumente und Filmmusiken. Hosokawa lebt in Nagano (Japan).